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Geist, Körper und Seele im Gleichgewicht

Aktualisiert: März 1

Die Kraft der emotionalen Selbstregulation


Emotionale Selbstregulation hängt stark von der Interaktion des präfrontalen Kortex mit den emotionalen Zentren ab, insbesondere von den Kreisläufen, die in der Amygdala zusammenlaufen. Lies einfach weiter und erfahre mehr über diesen faszinierenden Prozess!


Der einzige Weg zu wahrer Freiheit besteht darin, dass du die Kontrolle über dich selber gewinnst. Der Schlüssel hierfür liegt in der emotionalen Selbstregulation. Tatsächlich sagte dies Epiktet schon vor über 2.000 Jahren. Daher ist es nur schwer nachvollziehbar, dass bis ins Jahr 1995, als Daniel Golemans Buch Emotionale Intelligenz erschien, nicht allzu viele Menschen daran glaubten, dass Emotionen wirklich so bedeutsam sind. Aus diesem Grund gab es zuvor auf dem Gebiet der Psychologie auch keine tiefergehenden Forschungen zu diesem Thema.


Dennoch haben die zeitgenössischen Neurowissenschaften auf die Bedeutung der Amygdala bei der Entstehung einer impulsiven und ängstlichen emotionalen Reaktion hingewiesen. Trotzdem ist ein anderer Teil im Gehirn dafür verantwortlich, eine angemessenere Reaktion zu erzeugen (Goleman, 1996, S. 50-53). Infolgedessen kann emotionale Selbstregulation trainiert und erlernt werden.

Laut Goleman (1996, S. 61) kann das Training deiner Emotionen dir dabei helfen:

  • Mehr Motivation zu bekommen.

  • Trotz möglicher Frustrationen weiterhin an dem zu arbeiten, was du möchtest.

  • Deine Impulse zu kontrollieren. Emotionen können sich auf vier verschiedene Arten manifestieren: auf körperlicher, kognitiver, emotionaler und impulsiver Ebene.

  • Außerdem kann dir die Emotionsregulation dabei helfen, Belohnungen hinauszuzögern.

  • Deine Stimmungen zu regulieren.

  • Du kannst verhindern, dass Angst deine rationalen Fähigkeiten beeinträchtigt.

  • Und überdies ermöglicht sie dir, dich in andere Menschen einzufühlen und ihnen zu vertrauen.

Die evolutionäre Ursache der emotionalen Selbstregulation und die Notwendigkeit, sie zu trainieren


Aus evolutionärer Sicht war die Fähigkeit, schnell auf Gefahren reagieren zu können, zweifelsohne unglaublich wichtig. Glücklicherweise wurde diese Konfiguration in den Gehirnen aller Protosäugetiere, einschließlich des Menschen, eingeprägt.

Das rudimentäre Nebenhirn der Säugetiere ist das Hauptgehirn der Nicht-Säugetiere. Dieses Gehirn ermöglicht eine sehr schnelle emotionale Reaktion. Doch obwohl es schnell ist, ist es gleichzeitig auch sehr rau und abweisend.


Die daran beteiligten Zellen ermöglichen eine schnelle, aber ungenaue Verarbeitung. Diese rudimentären emotionalen Konfusionen (die eher auf dem Fühlen als auf dem Denken basieren) sind präkognitive Emotionen (Goleman, 1996).

Auf diese Weise entsteht ein Problem. Aber ob du es glaubst oder nicht, die Amygdala liegt oft falsch. Sie erhält in einem einzigen Neuron im Auge und im Ohr Informationen darüber, was wir sehen und hören (mit hoher Geschwindigkeit im Gehirn) und nur ein kleiner Teil der von diesen Organen gesammelten Signale erreicht die Amygdala. Die überwiegende Mehrheit gelangt in andere Hirnareale, welche länger dazu brauchen, um die Information zu analysieren, was allerdings eine präzisere Auswertung ermöglicht (Goleman, 2015).


Selbstregulation und sozio-emotionales Lernen


Menschen entwickeln die Kompetenz der emotionalen Intelligenz durch lebendiges Lernen, das in der Kindheit beginnt. Sozio-emotionale Lernprogramme bieten Kindern die Lernerfahrungen, die sie benötigen, um ihr Gehirn zu entwickeln. Das erklärt auch, warum Fachleute aussagen, dass es sich an die Entwicklung eines jeden Menschen anpasst (Goleman, 2015).

Darüber hinaus ist das Gehirn das Organ des Körpers, das zuletzt die anatomische Reife erlangt. Es ist tatsächlich möglich, die Entwicklung des Gehirns zu beobachten. Du musst einfach nur darauf achten, wie sich die Denkweise, das Verhalten und die Reaktionen eines Kindes Jahr für Jahr verändern.

Die Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse beeinträchtigt die kognitive Effizienz und das Lernen. Wenn sich ein Mensch auf Sorgen, Wut, Kummer, Angst oder andere sehr stressbehaftete Emotionen konzentriert, hat er eine geringere Aufmerksamkeitsspanne für das, was andere Menschen zu ihm sagen. Er kann sich also nicht so lange darauf konzentrieren. Emotionale Selbstregulation hilft dabei, diese Prozesse zu identifizieren und sie an den Kontext jedes Menschen anzupassen.

Wenn du aber diese emotionalen Rückschläge kontrollieren kannst, wird sich dein Arbeitsgedächtnis erheblich verbessern, was bedeutet, dass du die Aufmerksamkeitsspanne hast, um Informationen abzuspeichern. Sozio-emotionales Lernen zeigt, wie man mit diesen ungesunden Gefühlen umgehen kann, was wiederum das Lernen fördert.


Quelle: www.gedankenwelt.de




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